MUSIK
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OUT OF THE BLUE – presented by
Musik, die spontan wie ein Blitz aus heiterem Himmel zuckt, voller Energie und Überraschungen: Dies ist das Thema der diesjährigen Konzerte und Performances im Essl Museum, wo Klangbereiche erkundet werden, die nicht eindeutig fixiert werden können und sich jeglicher Reproduktion entziehen.
MusikerInnen aus unterschiedlichsten Wirkungsbereichen loten bei uns das weite Feld zwischen freier Improvisation, algorithmischer Soundgenerierung und grenzüberschreitender Performance aus. Im Vordergrund stehen hier keine abgeschlossenen Werke, sondern offene Prozesse, die sich - wie Naturereignisse - unmittelbar vor den Ohren und Augen des Publikums ereignen. Dies kann packend, ergreifend, verstörend sein; in jedem Fall aber einmalig und unwiederholbar, wie ein unerwartetes Geschenk...
Sie alle sind herzlich eingeladen, an diesen Abenteuern teilzunehmen!
Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Essl
Musikintendant des Essl Museums
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Konzertprogramm 1/2012
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AUS HEITEREM HIMMEL
Mi 18.01.2012, 20:00 Uhr
Essl Museum
Improvisation/Performance
- Voces Spontane
- Johann Leutgeb: Stimme
- Karin Schneider-Rießner: Stimme
- Katharina Lugmayr: Blockflöte
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Wie AUS HEITEREM HIMMEL beginnt die Kommunikation - die Sprachen: Stimmen, Blockflötenklänge, Körpersprache. Es kann heftig werden, behutsam, verletzend und zärtlich, scheinbar einschlafend und plötzlich wieder aufflackernd, was Johann Leutgeb, Karin Schneider-Rießner und Katharina Lugmayr einander und den Anwesenden mitteilen. Ein Spiel zu dritt, einsame Meditationen, Reaktionen auf Umgebung - wie Exponate einer Ausstellung.
„Alles ist möglich“ - „Der Weg ist das Ziel“
wenn die drei seit vielen Jahren immer wieder zusammentreffen, um dem auf die Spur zu kommen, was Musik ausmacht. Manchmal auch mit anderen Künstlern, manchmal auch vor Publikum. (Sibyl Urbancic)
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ARTIKULATIONEN E
Mi 14.03.2012, 20:00 Uhr
Essl Museum
Klang-Environment für Altsaxophon und Bassklarinette und interaktiver Live-Elektronik
- Frank Gratkowski: Saxophon, Klarinette, Elektronik, Komposition
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Nachdem ich über viele Jahre selbstgeschriebene Computerprogramme als Kompositionshilfen benutze, habe ich mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Live-Elektronik auseinander gesetzt. Am Center for New Music and Audio Technologies (CNMAT) in Kalifornien habe ich Controller für Saxophon und Bassklarinette entwickelt, die sich während des Spielens bedienen lassen und ein in MaxMSP geschriebenes Kompositions-Environment steuern.
An den Instrumenten sind eigens entwickelte Controller angebracht, über die der Spieler die Live-Elektronik steuern kann. Die elektronischen Klänge werden ausschließlich aus den live gespielten Instrumenten generiert und über 8 Lautsprecher in den Raum projiziert. (Frank Gratkowski)
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WIENER COLLAGE
Sa 17.03.2012, 19:30 Uhr
SCHÖMER-HAUS
Neueste Musik aus Wien
- Ensemble Wiener Collage
- Dir. Jaime Wolfson
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Die vier Komponisten des heutigen Abends - Alexander Stankovski, Gerald Resch, Reinhard Fuchs und Jaime Wolfson - sind allesamt Vertreter einer jüngeren Generation, die beziehungsvoll zwischen den Polen des Spontan-Unmittelbaren und des Strukturiert-Stringenten schwanken. Oft verhält es sich in ihrer Musik aber umgekehrt, als es scheint: Das vermeintlich Strenge beruht nicht selten auf locker Gefügtem; das Harsche, aber auch Leichte hingegen kann sich als Spielart der konsequenten Ableitung einstellen…
Mit dem Ensemble Wiener Collage ist ein Neue-Musik-Spezialensemble im SCHÖMER-HAUS zu Gast, dessen Klangideal ursprünglich von der Musik der Zweiten Wiener Schule geprägt ist und der aktuellen Musik eine reizvoll kontrastierende, kostbare Patina verleiht.
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FREIE RADIKALE
Mi 18.04.2012, 20:00 Uhr
Essl Museum
Klang/Tanz/Performance
- Elisabeth Flunger: Objekte, Geräusche, Rhythmus, Arbeit, Form
- Susanna Gartmayer: Klarinetten, Klang, Melodie, Hochzeit, Inhalt
- Sabina Holzer: Körper, Tanz, Bewegung, Tun, Ich
- Emmanuelle Pellegrini: Stimme, Sprache, Requisiten, Denken, Du
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FREIE RADIKALE suchen nach dem Typischen und Archetypischen, sowohl in ihrem Tun als Künstlerinnen und Performerinnen, als auch in ihrem Leben. Sie entwenden Verhaltensweisen, Sprach- und Bewegungsmuster und Klänge aus ihrem Alltag und ihrer persönlichen Geschichte und machen sie zu Materialien der Improvisation. Dabei fördern sie wundersame Dinge zu Tage...
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TURBA
Sa 21.04.2012, 19:30 Uhr
SCHÖMER-HAUS
Eine Jamsession mit zeitgenössischer Musik und Sprache
Lautgedichte von Gerhard Rühm mit Musik von Giacinto Scelsi, Beat Furrer, Luciano Berio, Vykintas Baltakas und Dietmar Wiesner
- Rita Balta: Sopran
- Wolfram Berger: Rezitation
- Uli Fussenegger: Kontrabass
- Sava Stoianov: Trompete
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In TURBA wird so manches umgedreht: Die Musiker versuchen mit Hilfe der Musik zu sprechen, der Sprecher mit der Sprache zu musizieren... So bemüht sich der Trompeter beim Spielen gleichzeitig zu singen oder die Sängerin aus einzelnen Silben ein Wort zusammenzusetzen. Dabei weiß man oft nicht mehr, ob die Trompete singt oder der Sopran trompetet. Die gesprochenen Stücke dieses Abends erscheinen ausgesprochen musikalisch: Mit Parametern wie Rhythmus, Tempo und Dynamik schafft Gerhard Rühm kleine, aber intensive Sprachkompositionen.
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HAUTZ'N'HIRT
Mi 23.05.2012, 20:00 Uhr
Essl Museum
Blind Gig
- Franz Hautzinger: Viertelton-Trompete
- Erhard Hirt: E-Gitarre, Electronics
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Mit Spannung erwarten wir das erstmalige Zusammentreffen zweier umtriebiger Persönlichkeiten im Essl Museum: Franz Hautzinger, allseits bekannter Protagonist der frei improvisierten Musik und Schöpfer eines unvergleichlichen Trompetenstils trifft auf den deutschen Extremgitarristen Erhard Hirt, der ebenfalls einen unverwechselbaren Sound auf seinem Instrument entwickelt hat. Ohne vorherige Absprachen und Stück-Konzepte treten die beiden Musiker vor ihr Publikum und lassen es teil werden an einem offenen Prozess der gegenseitigen Annäherung mit ungewissem Ende. Für Überraschungen ist gesorgt!
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GETROMMELT, MIT TUBEN
Mi 13.06.2012, 20:00 Uhr
Essl Museum
Konzert mit Messertisch, geschweifter Tuba, Saitenwanne und anderen Eigenbauten
- Stephan Froleyks: Instrumentalobjekte
- Karlheinz Essl: Elektronik
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Komposition, Improvisation oder Klanginstallation? - Stephan Froleyks arbeitet seit 25 Jahren lustvoll zwischen den Stühlen, seinen eigenwilligen Instrumenten schneidert er dabei die Musik auf den Leib. Die Reichhaltigkeit, die dabei den scheinbar armen Objekten entspringt, verdankt sich maßgeblich der spezifischen Behandlung ihrer akustischen Eigenarten und der spielerischen Virtuosität bei der Ausschöpfung dieser Phänomene. Afrikanische Einflüsse, archaische Klangwelten und Elemente der zeitgenössischen Musik mischen sich in seiner Musik und werden zu etwas Neuem, das aufregend, intelligent und anregend ist. Ein Paradebeispiel dafür, wie ein guter Musiker mit minimalen Mitteln eine spannende und abwechslungsreiche Musik machen kann.
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