Esther Stocker
1974 geboren in Schlanders, Italien
Lebt und arbeitet in Wien
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Esther Stocker, 2008
Foto: Paul Julien Robert |
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Wandarbeit Nr. 17 (2007)
© Esther Stocker |
Persönliche Daten
| 1994-99 |
Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste,
Wien |
| 2001 |
Staatsstipendium für bildende Kunst |
| 2002 |
Anton Faistauer Preis für Malerei des Landes Salzburg |
| 2002 |
Paul Flora Preis, Tirol |
| 2002-03 |
Studienaufenthalt in Chicago |
| 2004 |
Otto Mauer Preis |
Zum Werk
Die Dekonstruktion exakter Formen ist für Esther Stocker
Ausgangspunkt ihrer Malerei, Videoarbeiten, Rauminstallationen
und Interventionen an Fassaden. Nicht den Ansätzen der Wahrnehmungspsychologie,
sondern dem Bauplan menschlicher Wahrnehmung gilt ihr Interesse.
In einer frühen Arbeit collagierte sie Fotos weiblicher Gesichter,
beschriftete und kaschierte sie, bis nur noch die Stirn, als Sitz
des Intellekts, verblieb.
Ihre Bilder der 90er Jahre zeigten einzelne schemenhafte Gesichtsfelder,
die in Stufen von Weiß bis Schwarz gemalt und nebeneinander
angeordnet sind. In den darauf folgenden Jahren lösten sich
die Gesichter auf und überzogen als Muster die gesamte Bildfläche.
Ihre Arbeiten entwickelt Esther Stocker als System geometrischer
Raster und Zeichen in Schwarz-Weiß-Grau. "Sie erweitert
diese auch in die dritte Dimension und verändert durch künstlerische
Eingriffe Raum und Architektur (...)."1 Die Störungen
und Brüche in ihren exakten Formen sind oft minimal und verursachen
verschobene vage Wahrnehmungsereignisse, die das Betrachten dieser
scheinbaren Präzision wiederholt einfordern. In ihrer Intervention
im Stiegenhaus des Essl Museums fallen die geraden Klebebandlinien
aus ihrer Spur, entwickeln sich frei nach unten und oben, um wieder
in die Gerade zu laufen.
Das Betrachten kann, so hofft Esther Stocker, auch Spaß
machen, denn "meine Bilder sind auch was sie sind: schwarze
und weiße Linien."2
1) Günther Oberhollenzer, in einem internen Text des
Essl Museums.
2) Esther Stocker, in: Almuth Spiegler: Leinwandgrößen,
Die Presse Schaufenster, 20.01.05, S. 36.
Maria-Theresia Moritz
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weblink
www.estherstocker.net >>
Weiterführende Literatur zu dieser KünstlerIn
finden Sie in der Bibliothek
>> des Essl Museums. |
updated: 30.05.2011
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