GÜNTHER FÖRG
1952 geboren in Füssen (Deutschland)
Lebt und arbeitet in Freiburg i. Breisgau (Deutschland) und Colombier (Schweiz)
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Günther Förg 2007, Foto © Didi Sattmann, Klosterneuburg / Wien
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Ohne Titel, 1993
Acryl auf Leinwand
230 x 190 cm
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Persönliche Daten
| 1973-1979 |
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München
bei Karl Fred Dahmen |
| 1992-98 |
Professur für Malerei an der Staatlichen Hochschule
für Gestaltung, Karlsruhe |
| Seit 1999 |
Professur für Malerei und Grafik an der Akademie der
Bildenden Künste, München |
Zum Werk
„Für mich ist abstrakte Kunst heute das, was
man sieht und nicht mehr.“ 1
Während des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste
in München kommt Günther Förg in den 70er Jahren
mit materialbetonter abstrakter Malerei in Kontakt. Schon in den
frühen Arbeiten des Künstlers zeichnen sich jene Charakteristika
ab, die sein Werk bis in die Gegenwart hinein bestimmen werden:
Er beginnt mit neuen Materialien wie Blei und Aluminium als Bildträger
zu experimentieren. Die Stofflichkeit des Materials und der Farbe
wird zum Ausdrucksträger. Schon früh nimmt er mit seiner
Malerei – zuerst in Tafelbildern, dann in Wandmalereien –
Bezug auf den jeweiligen Raum. Das Interesse an Architektur findet
sich auch in Günther Förgs großformatigen Fotoserien
bedeutender Bauwerke des 20. Jahrhunderts, wie bei der Villa Malaparte
auf Capri, beim Haus Wittgenstein in Wien oder bei „Emin Onat,
Orhan Arda: Ankara“, 2001. Ausgehend von monochromer Malerei
entwickelt Günther Förg ab 1980 ein facettenreiches und
komplexes Œuvre aus Arbeiten auf Papier, Tafelbildern, Wandmalereien,
Fotoarbeiten und Skulpturen.
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Emin Onat, Orhan Arda; Ankara, 2001
Farbfoto
270 x 180 cm
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Günther Förgs Bildsprache hat sich aus der Abstraktion
entwickelt. Im Gegensatz zum Abstraktionsbegriff der Moderne kümmert
sich Günther Förg wenig um „klassische“
Kompositionsprinzipien. Farbe und Material ordnen die Bildfläche
nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten. Auf ein narratives
Element oder eine metaphysische Aufladung des Dargestellten wird
verzichtet.
Der Künstler kuratiert seine „Räume der Malerei“
meist selbst. In zwölf großformatigen Leinwandbildern,
die für die aktuelle Ausstellung >Back and Forth< 2008
entstanden sind, nimmt Günther Förg mit seiner Präsentation
Bezug auf die Architektur des Großen Saals im Essl Museum.
Der Künstler ist seit 1995 mit zahlreichen Werken in der
Sammlung Essl vertreten.
Daniela Balogh
1) Aus einem Gespräch mit Thomas Groetz, in: Günther
Förg. Bilder/Paintings 1973-1990, Galerie Hetzler, Berlin 2004.
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
| 2008 |
Günther Förg. Back and Forth |
| 2007 |
FOTO.KUNST |
| 2003 |
Sammlung Essl - Permanent 04 |
| 2002 |
Sammlung Essl - Permanent 02 |
| 2000 |
Sammlung Essl - Permanent 01 |
| 2000 |
Günther Förg - 14 Photographien: Architektur Konstantin
Melnikov |
| 1999 |
Sammlung Essl. The First View |
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 14.01.2012
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